Neues Werk Cottbus: Bahnhof Süd
PROJEKT DES MONATS 06/2026. Mit der offiziellen Eröffnung des „Bahnhof Süd“ am 15. April 2026 wurde ein weiterer bedeutender Meilenstein im Großprojekt „Neues Werk Cottbus“ erreicht. Die neue Zugabstellanlage des Bahnhofs Cottbus wurde im Rahmen eines feierlichen Festakts offiziell von der DB InfraGO übernommen und macht sichtbar, wie das Zukunftsprojekt Schritt für Schritt Gestalt annimmt – unser FCP Projekt des Monats 6/2026!
Nach der Inbetriebnahme des Bahnhofs HKW im September 2025 stellt der Bahnhof Süd einen zentralen Baustein für die zukünftige Infrastruktur des neuen Bahnwerks dar. Im Auftrag der Rhomberg Sersa Rail Group verantwortete FCP die Planung der Außen- und Verkehrsanlagen und brachte dabei umfassende interdisziplinäre Expertise in eines der derzeit größten Bahninfrastrukturprojekte Deutschlands ein.
Lage. Cottbus, Deutschland
Leistung. Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Massenermittlung und Ausschreibung Detailplanung
Hochkomplexe Infrastruktur unter laufendem Bahnbetrieb
Was auf den ersten Blick wie eine klassische Zugabstellanlage erscheint, ist in Wirklichkeit ein technisch hochkomplexes Infrastrukturprojekt mit enormem Planungs- und Koordinationsaufwand. Insgesamt wurden 15 Gleise mit einer Gesamtlänge von rund 5.300 Metern umgesetzt – ergänzt durch zahlreiche Weichenverbindungen, rund 350 Meter Lärmschutzwände, Straßen- und Wegebau, Ver- und Entsorgungsleitungen, Kabeltiefbau, einen Bahnübergang sowie umfangreiche Grünflächenplanungen.
Besonders anspruchsvoll waren die geotechnischen Maßnahmen: Baugrubenverbauten mittels Spundwänden und DSV-Körpern mussten präzise geplant und umgesetzt werden. Gleichzeitig galt es, die bahntechnischen Anlagen unterschiedlichster Projektpartner nahtlos in die Gesamtplanung zu integrieren.
Eine zusätzliche Herausforderung stellte die Umsetzung unter laufendem Bahnbetrieb dar – ein Faktor, der bereits in der Planung konsequent berücksichtigt werden musste und höchste Anforderungen an Bauphasenkoordination, Sicherheit und technische Abstimmung stellte.
Wichtiger Beitrag für die Mobilität der Zukunft
Der neue Bahnhof Süd übernimmt künftig eine zentrale Funktion innerhalb des Gesamtprojekts „Neues Werk Cottbus“. Die Anlage schafft zusätzliche Kapazitäten für den Personen- und Güterverkehr, reduziert betriebliche Abhängigkeiten im Hauptbahnhof und ermöglicht effizientere Betriebsabläufe. Gleichzeitig wurden moderne technische Standards sowie umfassende Lärmschutzmaßnahmen konsequent umgesetzt.
Das Neue Werk Cottbus gilt als eines der wichtigsten Infrastruktur- und Bahnprojekte Deutschlands im Bereich der nachhaltigen Mobilität und der zukünftigen Instandhaltung moderner Schienenfahrzeuge.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Besonders hervorzuheben ist die enge, CC-übergreifende Zusammenarbeit: Seit 2022 arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Fachbereichen gemeinsam an der Umsetzung des Projekts. Beteiligt sind unter anderem die Competence Center Eisenbahnwesen, Verkehrsplanung Straße, Wasserwirtschaft, Brückenbau und Tragwerksanalyse, Geotechnik und Ingenieurtiefbau, Bauwerksmonitoring sowie VCE Cluj und FCP Ingenieure Deutschland.
Aktuell laufen die finalen Planungen für den Bahnhof Nord sowie das eigentliche Werksgelände auf Hochtouren. Ziel ist die termingerechte Inbetriebnahme des neuen Werks für die schwere Instandhaltung und damit ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft des europäischen Bahnverkehrs.