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Baukongress 2026

Mi., 29.04.2026

Wie gelingt digitale Kollaboration in Großprojekten – und wie wird Infrastruktur resilient? Diese beiden Fragen standen im Zentrum der Beiträge von FCP beim Baukongress 2026.

Die Antwort zeigt sich in der Praxis: Erst das Zusammenspiel aus klaren digitalen Standards, strukturierten Prozessen und interdisziplinärer Zusammenarbeit ermöglicht es, komplexe Bauprojekte effizient zu steuern und Infrastrukturen nachhaltig zukunftssicher zu machen.

Mit zwei Fachvorträgen, einem Messestand und einer aktiven Rolle in der BIM-Session setzte FCP gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen VCE sowie den Tochtergesellschaften FCP IBU und FCP Deutschland gezielte inhaltliche Akzente beim Baukongress 2026 mit einer klaren Botschaft, die auch das diesjährige Kongress-Motto „ONE RACE. ONE GOAL. ONE SPIRIT.“ widerspiegelt: Nachhaltigkeit im Bauwesen und Digital Engineering sind zentrale Treiber der Transformation – und entfalten ihre Wirkung nur dann, wenn alle Beteiligten entlang des gesamten Projektzyklus partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Baukongress 2026

Digitale Kollaboration im Großprojekt: Was wirklich funktioniert

Am Beispiel des Technischen Verwaltungsgebäudes Düsseldorf (TVG) zeigte Daniel Watzl gemeinsam mit Projektpartnern von Hertl und Alles wird Gut Architekten deutlich, wie digitale Zusammenarbeit in hochkomplexen Projekten konkret gelingt:

  • 116 Planer:innen aus 20 Büros arbeiteten parallel an einem zentralen digitalen Modell
  • Grundlage bildeten offene Standards wie IFC – welche es ermöglichten komplexe Zusammenhänge zu erkennen.
  • Die Koordination erfolgte über ein Common Data Environment (CDE) – die von FCP entwickelte Digitale Projektumgebung DPU®
  • Tools wie Bimcollab ermöglichten transparente Abstimmungen und effiziente Prüfprozesse

Zentrale Erkenntnisse des Vortrags waren:

  • Digitale Kollaboration ist kein Tool-Thema, sondern eine Frage von Struktur und Standards
  • Automatisierte Prüfprozesse erhöhen Qualität und reduzieren Fehler frühzeitig
  • Komplexe Planungsprozesse lassen sich nur durch klare Datenstrukturen und Governance beherrschen
  • Neben Digitalen Prozessen steht immer Kommunikation, welche aktive gestaltet werden muss, im Mittelpunkt

Gleichzeitig zeigt das Projekt: Digitalisierung und Nachhaltigkeit greifen ineinander – etwa durch begrünte Fassaden, Geothermie und erneuerbare Energien.

Resiliente Eisenbahninfrastruktur: Was der Klimawandel verändert

Extremwetterereignisse stellen Infrastrukturen zunehmend vor neue Herausforderungen.
Am Beispiel der Eisenbahn präsentierten Martin Brandner gemeinsam mit Gerald Zwittnig von der ÖBB in ihrem Vortrag „Klima im Wandel: Maßnahmen zur Resilienzsteigerung der Eisenbahninfrastruktur“, wie Resilienz systematisch aufgebaut werden kann:

  • Analyse realer Schadensereignisse als Ausgangspunkt
  • Identifikation besonders sensibler Anlagenteile
  • Entwicklung und Priorisierung gezielter Schutzmaßnahmen
  • Integration der Erkenntnisse in Regelwerke und Planungsprozesse
  • Umsetzung von baulichen Maßnahmen

Auch hier konnten Besucher:innen anhand eines Praxisbeispiels konkrete Erkenntnisse für sich mitnehmen:

  • Resilienz entsteht durch systematisches Risikomanagement, nicht durch Einzelmaßnahmen
  • Datenbasierte Analysen sind Grundlage für wirtschaftlich sinnvolle Investitionen
  • Die Zusammenarbeit von Praxis, Infrastrukturbetreibern und Forschung (u. a. TU Wien) ist entscheidend